Zum fünften Mal verlässt das sechsköpfige Ensemble INSTRUMENTUM den klassischen Konzertsaal – und macht einen Ort im Saarland selbst zur Bühne, zum Resonanzkörper, zum Mitspieler.
Was sie zeigen, entsteht nicht „für“ einen Raum, sondern aus ihm heraus. Jede Produktion ist eine musikalische Erkundung: Architektur wird Partitur, Nachhall wird Rhythmus, Fundstücke werden Instrumente. Neben Cello, Kontrabass, Klarinette, Posaune und Schlagwerk erklingen Heizungsrohre, Fensterrahmen, Treppengeländer oder das, was der Ort sonst noch preisgibt.
Nach der eli.ja-Kirche, der Kantine im KuBa – Kulturzentrum am EuroBahnhof, der Waschkaue des Industriedenkmal Waschkaue Landsweiler-Reden und einem privaten Wohnhaus in Ommersheim richtet sich der Blick nun auf einen Ort, den viele täglich passieren – aber kaum wahrnehmen: ein Ort mitten im Zentrum von Saarbrücken, zwischen Einkaufsstraße und Saarbahnschienen, Durchgangsverkehr und Stillstand.
Hier entstehen ortsbezogene, szenische Musikstücke, in denen experimentelle Musik, installative Klangkunst und Performance ineinandergreifen. Der urbane Zwischenraum wird zum Klangkörper – fragil, roh, unmittelbar.
INSTRUMENTUM macht hörbar, was Räume erzählen. Und verwandelt einen scheinbar alltäglichen Ort in ein einmaliges akustisches Ereignis.
